Announcements


Three guests at the Mathematics Colloquium in winter term 2017/18

In the current winter term there will be three talks about research in mathematics education within the Mathematics Colloquium. Interested people are welcome to join for a coffee/tea and some cookies in MZH 6435 from 15:30 before listening to the talk, which will start at 16:00 (s.t.) in MZH 6210. 

October 17, 2017  Task design to promote students’ covariational reasoning: A multi-theoretical approach
                                Prof. Heather Johnson (University of Colorado Denver, USA)

Abstract: Secondary students have many opportunities to learn key mathematical concepts, such as rate and function. However, rate and function remain difficult concepts to teach and learn. To address this challenge, I have developed dynamic computer environments and tasks to provide students opportunities to use covariational reasoning. When students use covariational reasoning, they can conceive of variation in measurable attributes of related objects. I share theoretically based design principles underlying a freely available Ferris wheel dynamic computer environment and related task sequence. I explicate a multi-theoretical approach used to design within and across the task sequence. Marton’s variation theory underpins design across tasks in the sequence. Thompson’s theory of quantitative reasoning underpins design within each task in the sequence. To illustrate the efficacy of the Ferris wheel dynamic computer environment and task sequence, I provide evidence of secondary students’ advances in covariational reasoning. I discuss implications for the design of dynamic computer environments and tasks to promote students’ use of covariational reasoning.


December 05, 2017
    Wie kann aus Arbeitsmaterialien, Anschauungsmitteln und Zeichen mathematisches Wissen entstehen? – Epistemologische Überlegungen
                                     Prof. Heinz Steinbring (Universität Duisburg-Essen)

Abstract: Mathematik lernen und verstehen erfolgt in kommunikativen Prozessen zwischen Lernenden und Lehrperson. Die im Alltag verwendeten kommunikativen Mittel (wie Worte, Gesten, Gebärden, etc.) müssen in mathematikbezogenen Interaktionen durch spezifisch gedeutete Mittel (z.B. Arbeits-, Anschauungsmaterialien, Zeichen, etc.) erweitert werden. Die natürliche Sprache dient nicht bloß der Benennung von Dingen, Eigenschaften und Geschehnissen des Alltags, sie ist kreatives Mittel zur Konstruktion vielfältiger, sowie imaginärer und abstrakter Welten. Welche epistemologischen Eigenheiten mathematischer Kommunikationsmittel müssen aktiviert werden, wenn es möglich werden soll, aus einer beschränkten mathematischen Welt mit festgeschriebenen Bezeichnungen, Verfahren und Regeln in eine mannigfaltige Welt mathematisch-systemischer Beziehungen vorzudringen?


January 16, 2018    Rechenstrategien und Zahlvorstellungen in der fünften Jahrgangsstufe
                                
Prof. Sebastian Wartha (Pädagogische Hochschule Karlsruhe)

Abstract: Im Vortrag wird dargelegt, wie Grundvorstellungen zu Zahlen bis 1 000, zur Subtraktion und zu Bearbeitungswegen von Lernenden der fünften Jahrgangsstufe an Hauptschulen untersucht wurden. Im Fokus stehen hierbei Zusammenhänge zwischen der flexiblen, aufgabenangepassten Wahl von Rechenstrategien bzw. -methoden und der Tragfähigkeit von Zahlvorstellungen. Dabei werden die Kompetenzen der Kinder vor dem Hintergrund des Übergangs zwischen den Schulstufen anhand deskriptiver und normativer Aspekte analysiert.



Bundesweit einzigartig: Duale Promotion für angehende Lehrerinnen und Lehrer

Die Lehrerbildung braucht wissenschaftlichen Nachwuchs für die Fachdidaktiken. Nach dem 18-monatigen Referendariat im Schuldienst verlieren jedoch wissenschaftlich ambitionierte Absolventinnen und Absolventen oft den Kontakt zu ihrer Hochschule.  Die Universität Bremen hat deshalb ein bundesweit einzigartiges Qualifizierungskonzept gestartet: die „Duale Promotion“. Hier wird das Referendariat – also die zweite Ausbildungsphase in der Lehrerbildung nach dem universitären Abschluss – mit einer Dissertation kombiniert. Ziel ist es, bislang fehlenden wissenschaftlich qualifizierten Nachwuchs für die Fachdidaktiken und die Erziehungswissenschaften zu gewinnen. „Die Schulen haben einen wachsenden Bedarf an wissenschaftlich fundierter Schul- und Unterrichtsentwicklung, um den Herausforderungen der zunehmend heterogenen Schülerschaft gerecht zu werden“, sagt der derzeitige Sprecher des Projekts, Professor Andreas Grünewald. Diese Themen will die „Duale Promotion“ bevorzugt aufgreifen. Die ersten sechs Stipendiatinnen und Stipendiaten wurden jetzt bei einer feierlichen Auftaktveranstaltung im Haus der Wissenschaft von der Senatorin für Wissenschaft, Professorin Eva Quante-Brandt, sowie Vertretern aus Wissenschaft und der Lehrerbildung der Uni Bremen begrüßt.

Enge Zusammenarbeit mit Schulen

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten promovieren in den Fächern Mathematik, Spanisch, Kunst, Deutsch, Biologie sowie Musik und kooperieren dabei eng mit mehreren Schulen in Bremen. Für sie ist die Duale Promotion eine gute Möglichkeit, eigene drängende Fragen der Schul- und Unterrichtsentwicklung gemeinsam mit der Universität zu bearbeiten. Das Land Bremen hat die Zusammenarbeit unterstützt und Rechtsvorschriften entsprechend angepasst. Die Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz begrüßt die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses für die Fachdidaktiken: „Die `duale Promotion` bietet den Absolventinnen und Absolventen eine hervorragende Möglichkeit Referendariat und Promotion zu verknüpfen. Sie haben damit einen hohen Anreiz ihre wissenschaftliche Arbeit nach der Promotion an der Universität fortzusetzen. Ich gehe davon aus, dass wir mit der Förderung den notwendigen Aufwuchs des wissenschaftlichen Nachwuchses im Bereich Lehrerbildung erreichen werden.“

Wie funktioniert die Duale Promotion?

Die Duale Promotion dauert regulär vier Jahre. In den ersten zehn Monaten entwickeln die Stipendiatinnen und Stipendiaten das Konzept für ihr Forschungsvorhaben in enger Zusammenarbeit mit den Schulen. Danach absolvieren sie dort ihr Referendariat und erheben gleichzeitig die Daten für ihre Dissertation. In der restlichen Promotionszeit werden die Forschungsergebnisse abschließend bearbeitet. Während der Dualen Promotion werden die Promovendinnen und Promovenden in ein Graduiertenkolleg eingebunden, das von der Universität und dem Landesinstitut für Schule (LIS) gemeinsam gestaltet wird. Finanziert werden die ersten Stipendien im Rahmen der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Entwickelt wurde die „Duale Promotion“ von der Creative Unit „Fachbezogene Bildungsprozesse in Transformation“ (FaBiT) der Universität Bremen. Sie wird mit Exzellenzgeldern gefördert.

Weitere Informationen:

Universität Bremen
Creative Unit FaBiT
Prof. Dr. Andreas Grünewald
Tel.: +49 421 218 68400
E-Mail: gruenewald@uni-bremen.de

Zentrum für Lehrerbildung (ZfL)
Prof. Dr. Sabine Doff
Tel.: +49 421 218-68170
E-Mail: doff@uni-bremen.de

Dr. Regine Komoss
Tel.: +49 421 218-61900
E-Mail: rkomoss@uni-bremen.de

Ähnliche Links
Weitere Informationen zur Creative Unit FaBit und zur Dualen Promotion 

Quelle: Pressemitteilung #2016069 der Universität Bremen vom 25. Oktober 2016. Autor: M. Mossig



New project launched: Multimodal algebra learning

Algebra is a keystone of school mathematics: A solid understanding is a prerequisite for further studies, and not only in the natural sciences. However, abstract algebraic concepts remain an obstacle for many learners at all levels.

Objectives and ideas

The goal of the project MAL (which is an acronym for "Multimodal Algebra lernen" -- Multimodal algebra learning), funded by the German Federal Ministry of Education and Research (BMBF) in its programme "Erfahrbares Lernen" (Experiencable Learning), is the development of a self-differentiating algebra learning system that helps in teaching abstract concepts of algebra in schools, at university, and elsewhere on a physical level, thus being tangible and interactive. In this process, objects that represent concepts such as numbers or variables are created. The learners have the possibility to manipulate these objects and get acoustic and visual feedback. The sensory experiences are supposed to contribute to a deeper and more sustainable understanding of algebra.

MAL

In the project, mathematics education research and technological interaction research are intertwined. To create optimal performance, iterative evaluations take place. To guarantee long-term usage in classrooms, the system is planned to be embedded into carefully designed teaching materials.

As an innovation, MAL integrates three components of mathematics education research and didactical development: tactile models, digital interaction, and feedback through movement and gestures. This may open new learning potentials.

Interdisciplinary project

The development of the technological framework is led by the Center for Computing and Communication Technologies (TZI) and supported by xCon Partners. The responsibility for the didactical design lies in the hands of the FB3 mathematics education working group. The Institute for Information Management Bremen (ifib) assesses questions of usability as well as ethical, legal, and social implications. The overall evaluation by the partners is supported by the Competence Center for Clinical Trials Bremen (KKSB).

Further information (in German)

Press release on the website of the TZI

The MAL project on the website of the Federal Ministry of Education and Research

The MAL project in the GDM's Madipedia


Neue MINT-Lehrideen für heterogene Schülerschaft

Telekom-Stiftung fördert MINT-Lehrerbildungskonzepte der Uni Bremen für fachlichen und inklusiven Unterricht in heterogenen Lerngruppen / Erste Ergebnisse und Erfahrungen jetzt online unter www.mint-lehrerbildung.de

Fachlich Lernen im sozialen Miteinander: So lässt sich die Kernidee des Verbundprojektes „Diagnose und individuelle Förderung“ zusammenfassen, an dem die Universität Bremen mit zwei Teilprojekten beteiligt ist. In ihnen geht es darum, die MINT-Lehrerausbildung in der Primar- und Sekundarstufe I im Umgang mit Heterogenität zu verbessern. Seit mehr als zwei Jahren werden die Bremer Forschungsprojekte „Inklusiver Mathematikunterricht“ und „Adapitivität von Chemie- und Mathematikunterricht“ von der Telekom-Stiftung gefördert. Die Uni Bremen gehört dabei gemeinsam mit der TU Dortmund (Koordination) und den Universitäten in Gießen und Oldenburg zu dem Entwicklungsverbund „Diagnose und Förderung heterogener Lerngruppen“. Der Schwerpunkt in den Bremer Teilprojekten liegt in der Verzahnung von fachdidaktischen und schulpraktischen Studienelementen in Mathematik und Chemie. Seit dem 18. Februar 2016 sind erste Ergebnisse – auch aus den anderen beiden von der Telekom-Stiftung unterstützten Forschungsverbünden – in einem Online-Magazin unter www.mint-lehrerbildung.de dokumentiert. Bildungsexperten, Lehrkräfte und interessierte Öffentlichkeit haben Zugriff auf spannende und unterhaltsame Geschichten, Interviews, Videos und Ton-Dokumente, die multimedial aufbereitet sind. Das Online-Magazin wird im Laufe des Jahres um neue Inhalte erweitert.

Mathe inklusive

Im Projekt „Inklusiver Mathematikunterricht“ arbeiten die Bremer Professorinnen Dagmar Bönig (Mathematikdidaktik Grundschule / Elementarbereich), Natascha Korff (Inklusive Pädagogik, Schwerpunkt Didaktik) und Angelika Bikner-Ahsbahs (Lehramt Mathematik für Gymnasium / Oberschule) zusammen. Gemeinsam mit ihren Studierenden entwickeln sie Unterrichtskonzepte, die allen Schülerinnen und Schülern einer Klasse erlauben, sich trotz unterschiedlicher Lernvoraussetzungen mit denselben mathematischen Problemen auseinanderzusetzen und sich so gemeinsam auf dasselbe Thema zu konzentrieren. Den Didaktik-Expertinnen der Uni Bremen war besonders wichtig, bei ihren Studierenden Verständnis dafür zu entwickeln, dass inklusiver Unterricht bedeutet, die unterschiedlichen Entwicklungspotenziale der Schülerinnen und Schüler wach zu rütteln und auszuschöpfen. Ihnen – den zukünftigen Lehrkräften – fällt dabei die Schlüsselrolle zu. Sie müssen im Unterricht auf die Beiträge der Lernenden reagieren und ihnen mit Hilfe gezielter Aufgabenstellungen – im didaktischen Fachjargon spricht man von emergenten Aufgaben – zu adäquaten Lernfortschritten verhelfen. Die Studierenden sammeln praktische Unterrichtserfahrungen in Bremer Schulen und werten sie in Begleitveranstaltungen zum Praxissemester im kommenden Sommersemester aus. Im Online-Magazin erläutert Angelika Bikner-Ahsbahs den Begriff „emergente Aufgabe“ an konkreten Unterrichtssituationen.

Unterricht den Schülern anpassen

„Adapitivität von Chemie- und Mathematikunterricht“ lautet das zweite Teilprojekt der Uni Bremen unter der Federführung von Professorin Christine Knipping (Didaktik der Mathematik), Dr. Silvija Markic und Yannik Tolsdorf (beide Didaktik der Chemie). Beim adaptiven Unterricht stehen die Lehrkräfte vor der Aufgabe, die Lernenden inhaltlich dort abzuholen, wo sie stehen. Der Unterricht muss sich also auf die Schülerinnen und Schüler einstellen, an ihren Vorstellungen anknüpfen und diese gemeinsam zu fachlich tragfähigen Vorstellungen weiter entwickeln. In der Didaktik spricht man hier von diagnostischer Rekonstruktion. Analytisch soll erkannt und verstanden werden, was die einzelnen Lernenden über das Lernthema wissen, um mit den Lehrinhalten didaktisch „passgenau“ ansetzen zu können. Für sehr heterogene Lerngruppen hat es sich als sinnvoll herausgestellt, in der Unterrichtsvorbereitung selbstdifferenzierende Aufgaben zu erarbeiten, um dem Entwicklungsstand und den -möglichkeiten aller Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden. Auch dieses Projekt wird gemeinsam mit Studierenden bis zum Schuljahresende im Praxissemester durch fachdidaktische Veranstaltungen in Mathematik und Chemie begleitet.

Auf zur guten Lehrkraft

Im Rahmen des von der Telekom-Stiftung aufgelegten Hochschulprogramms zur Verbesserung der Lehrerbildung in den MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik geht es nicht nur in Bremen weiter um die Frage: Wie macht man angesichts einer vielschichtigen und heterogenen Schülerschaft Lehramtsstudierende zu guten Lehrkräften? Diese Frage beschäftigt auch die Partner aus den anderen zwölf beteiligten Hochschulen. Über die Projektfortschritte, konkreten Erfahrungen, Unterrichtserfolge oder didaktische Sackgassen wird das Online-Magazin (www.mint-lehrerbildung.de ) kontinuierlich berichten.


Weitere Informationen:
Universität Bremen
Fachbereich Mathematik / Informatik
AG Didaktik der Mathematik
Prof. Dr. Christine Knipping
Tel. 0421 218-63720
E-Mail: knipping@math.uni-bremen.de

Source: Pressemitteilung #044, University of Bremen, 18th February 2016. Author: E. Scholz


Teacher Education: Uni Bremen successful in the competition „Digitales Lernen Grundschule“ ("Digital Learning in Elementary Schools")

Pressemitteilung der Universität Bremen Nr. 349 / 10. Dezember 2015 SC 

„Digitale Medien inklusive!“: So lautet der Projektantrag, mit dem ein Team aus 15 in Lehrerbildung und Medienpädagogik an der Universität Bremen tätigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler jetzt bei der Ausschreibung der Deutschen Telekom Stiftung zur Förderung von Digitalem Lernen in der Grundschule punktete. Bundesweit bewarben sich 24 Universitäten und Pädagogische Hochschulen um fünf Förderplätze. Der Bremer Antrag unter der Teamleitung von Professor David Reid (Fachbereich Mathematik/Informatik)) schaffte den Sprung in die Förderung mit der gelungenen Verzahnung von digitalen Medien und inklusivem Lernen und der vom Zentrum für Lehrerbildung koordinierten Einbindung des Vorhabens in die Lehrerbildung der Universität Bremen. In der Finalistenrunde überzeugten Professorin Dagmar Bönig und Professor Karsten D. Wolf (beide Fachbereich Erziehungs- und Bildungswissenschaften) gemeinsam mit David Reid die Jury von der Qualität der vorgeschlagenen sieben Konzepte. Die Bremer Senatorin für Kinder und Bildung Dr. Claudia Bogedan gab mit einem Letter of Intent Rückendeckung. Mit einem Fördervolumen von rund 300.000 Euro erhalten die Beteiligten zusammen mit den beiden Schulpartnern „Grundschule an der Gete“ und „Grundschule an der Nordstraße“ in den nächsten drei Jahren die Möglichkeit, digitale Bildung und Inklusion voranzubringen. „Damit können wir bedeutsame Impulse für die Integration medienpädagogischer Kompetenzen in die Lehrerbildung geben“, zeigt sich David Reid zuversichtlich.

Further information:

Prof. Dr. David Reid (Projektleitung)
Tel. 0421 218 63725
E-Mail: dreid@uni-bremen.de