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InfoCT-Quiz zur Ausstellung ScienceStation 2014

Das Studium der Technomathematik

Der neugestaltete Eingangsbereich des MZH Der neugestaltete Eingangsbereich des MZH

Der Studiengang Technomathematik spiegelt die gewachsene Bedeutung der Mathematik in Industrie, Ingenieur- und Naturwissenschaften wider: Während in der Vergangenheit Probleme experimentell behandelt wurden, wird in der modernen Praxis ein mathematisches Modell zur Beschreibung des realen Problems entwickelt, mit dessen Hilfe dann die nächsten Arbeitsschritte (Analyse, Simulation, Optimierung) erfolgen. Ein Denkmodell ersetzt also ein materielles Modell – was von hohem praktischen und ökonomischen Nutzen ist.

Um diesen neuen Aufgaben der Mathematik gerecht zu werden, braucht man speziell ausgebildete Fachleute: die Technomathematiker. In ihrem Studium erwerben sie die nötigen anwendungsorientierten Mathematikkenntnisse, sammeln Erfahrungen in der Modellbildung und der Handhabung von Hard- und Software und erwerben sich Grundlagenkenntnisse in einem technischen Anwendungsfach, sodass sie mit Ingenieuren (und anderen Fachleuten) interdisziplinär zusammenarbeiten können. Zum Technomathematik-Studium gehören also die drei Säulen Mathematik und Modellierung, technisches Anwendungsfach und Informatik.

Das Technomathematikstudium beginnt grundständig mit dem Bachelorstudium, an das sich in der Regel das Masterstudium konsekutiv anschließt – aber auch Quereinsteiger können hier zur Technomathematik wechseln. Der seit 1996 etablierte Diplomstudiengang Technomathematik wurde, wie alle Diplomstudiengänge im Rahmen des Bologna-Prozesses, zum 30.09.2014 geschlossen.