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Der Master-Studiengang Technomathematik

Kurz & knapp

Abschluss: Master of Science (M.Sc.)
Dauer: 4 Semester
Voraussetzung: abgeschlossenes Bachelorstudium (für Details vgl. Voraussetzung & Bewerbung)
Einschreibung: zum 15.07. bzw. 15.01.
Zulassungsbeschränkung: derzeit keine

Interdisziplinarität und Anwendungsbezug

... sind die Kennzeichen des Technomathematikstudiums: Es verbindet eine praxisorientierte Mathematikausbildung, bei der die mathematische Modellierung technisch-naturwissenschaftlicher Probleme im Mittelpunkt steht, mit einer Ausbildung in einem technischen Anwendungsfach. Im Masterstudium werden konkrete Erfahrungen in der Bearbeitung industriell-technischer Probleme durch mathematische Modellierung und numerische Simulation gesammelt, insbesondere im Rahmen des Modellierungsseminars. Darüber hinaus werden die Studierenden exemplarisch an die Grenzen aktueller Forschung im Bereich der angewandten Mathematik herangeführt, und damit in die Lage versetzt, mathematische Modelle weiter zu verbessern bzw. originär zu entwickeln. Sie verfügen über ein Instrumentarium von Forschungsmethoden und -strategien, mit dem sie auch Probleme jenseits der Grenzen des aktuellen Wissenstandes angehen können.

Anforderungen

Ein erfolgreiches Studium der Technomathematik setzt die Fähigkeit zum abstrakten Denken und Interesse für technische und naturwissenschaftliche Probleme voraus – das gilt für das Masterstudium ebenso wie für das vorangegangene Bachelorstudium. Fachlich werden Kenntnisse in Mathematik (insbesondere angewandte Analysis und Funktionalanalysis sowie Numerik), in einem technischen Anwendungsfach und im Umgang mit Hard-/Software erwartet, wie sie typischerweise in einem Bachelorstudium Mathematik bzw. Technomathematik erworben werden. Zudem sind eine hohe Motivation, Lust am Lernen, eine selbstständige Arbeitsweise und die Fähigkeit zur Zusammenarbeit notwendige Voraussetzungen.

Weiterqualifikation und Berufspraxis

Ein Masterabschluss Technomathematik ist nicht nur ein möglicher Startpunkt für eine Karriere in der industriellen Forschung & Entwicklung oder anderen betrieblichen Bereichen. Durch die Forschungsorientierung ist das Studium ebenso eine Vorbereitung auf eine wissenschaftliche Laufbahn: Bei guten und sehr guten Noten kann sich an den M.Sc. Technomathematik nahtlos eine Promotion in angewandter Mathematik oder in den Natur- bzw. Ingenieurwissenschaften anschließen (so promovieren Bremer Technomathematik-Absolventen beispielsweise am MPI für Meteorologie (Hamburg), dem Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Klimaforschung (Bremerhaven), dem Fachgebiet Technische Mechanik (Uni Bremen) und dem DLR-Institut für Raumfahrtsysteme).

Technomathematiker arbeiten in unterschiedlichen Bereichen, insbesondere in den FuE-Abteilungen der Industrie, in der Software-Entwicklung oder als Berater für Informationstechnologien und Datenverarbeitung; sie sind aber wie Mathematiker auch in diversen anderen Bereichen zu finden.
Die Ausbildung in Technomathematik kommt den Anforderungen der Berufspraxis und den Ansprüchen der Unternehmen sehr entgegen: Sie ist vor allem interdisziplinär und praxisbezogen, zudem werden Kompetenzen wie konzeptionell-analytisches Denken, Kommunikationsvermögen, Teamfähigkeit, Kreativität und Hartnäckigkeit ausgeprägt. Deshalb sind die Berufsaussichten für Technomathematiker sehr gut – für Technomathematikerinnen natürlich auch: Sie sind zu etwa einem Drittel vertreten, damit liegt der Frauenanteil im Vergleich zu anderen technischen Studiengängen erfreulich hoch.