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Fachspezifische Prüfungsordnung für den
Bachelorstudiengang ,,Technomathematik" (Vollfach) der Universität Bremen
Vom 21. August 2013
Der Fachbereichsrat 3 (Mathematik/Informatik) hat auf seiner Sitzung am 21. August 2013
gemäß § 87 Absatz 1 Nummer 2 des Bremischen Hochschulgesetzes (BremHG) i. V. m. §
62 BremHG in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 2007 (Brem.GBI. S. 339),
zuletzt geändert am 24. Januar 2012 (Brem.GBl. S. 24) folgende Prüfungsordnung
beschlossen:
Diese fachspezifische Prüfungsordnung gilt in Verbindung mit dem Allgemeinen Teil der
Prüfungsordnungen für Bachelorstudiengänge (AT BPO) der Universität Bremen vom 27.
Januar 2010 in der jeweils gültigen Fassung.
§ 1
Studienumfang und Abschlussgrad
(1) Für den erfolgreichen Abschluss des Bachelorstudiengangs ,,Technomathematik" sind
insgesamt 180 Leistungspunkte (Credit Points = CP) nach dem European Credit Transfer
System zu erwerben. Dies entspricht einer Regelstudienzeit von 6 Fachsemestern.
(2) Aufgrund der bestandenen Bachelorprüfung wird der Abschlussgrad
Bachelor of Science
(abgekürzt B. Sc.)
verliehen.
§ 2
Studienaufbau, Module und Leistungspunkte
(1) Der Bachelorstudiengang ,,Technomathematik" wird als Vollfach-Bachelorstudium gemäß
§ 4 Absatz 1 Ziffer 1 AT BPO studiert. Er gliedert sich in das Fachstudium und General
Studies (16 CP); zum Fachstudium der Mathematik gehört das Studium eines technischen
Anwendungsfaches (30 CP) der Mathematik sowie das Studium von Informatikanteilen.
(2) Die Anlage 1 regelt die zu erbringenden Prüfungsleistungen und stellt den Studienverlauf
dar. Die konkrete Ausgestaltung des jeweiligen Anwendungsfaches ist in der Anlage 3
ausgeführt.
(3) Die im Studienplan vorgesehenen Pflicht-, Wahlpflicht-, und Wahlmodule werden
mindestens im jährlichen Turnus angeboten.
(4) Module im Pflichtbereich werden in deutscher Sprache, Module im Wahlpflicht- und
Wahlbereich in deutscher oder englischer Sprache durchgeführt.
(5) Die den Modulen jeweils zugeordneten Lehrveranstaltungen werden in den
Modulbeschreibungen ausgewiesen.
(6) Module werden als Pflicht- oder Wahlpflicht-, oder als Wahlmodule durchgeführt.
(7) Lehrveranstaltungen werden gemäß § 6 Absatz 1 AT BPO durchgeführt. Darüber hinaus
gibt es Lehrveranstaltungen folgender Art:
- Vorlesung mit integrierter Übung.
§ 3
Prüfungen
(1) Jedes Modul wird gemäß AT BPO § 5 Absatz 8 und Absatz 9 mit einer Modul- oder
Kombinationsprüfung abgeschlossen. Eine Modulprüfung besteht aus einer Prüfungs- oder
Studienleistung. Wird das Modul mit mehreren Prüfungs- und Studienleistungen oder eine
Kombination aus diesen abgeschlossen, handelt es sich um eine Kombinationsprüfung. Eine
Prüfungsleistung wird benotet. Eine Studienleistung wird mit ,,bestanden" oder mit ,,nicht
bestanden" bewertet, sie kann benotet werden. Die Note dient in diesem Fall der Information
der Studierenden über ihren Leistungsstand und wird bei der Festlegung der Modulnote oder
Gesamtnote nicht berücksichtigt. Näheres regeln die Anlagen 1 und 2 dieser Ordnung.
(2) Studienleistungen können in einer oder mehreren der folgenden Formen erbracht
werden:
a) Bearbeiten von Übungsaufgaben und ggf. Vortragen von Lösungen;
b) Klausur von mindestens 60 Minuten und maximal 120 Minuten Dauer, dies
kann ganz oder teilweise in Multiple-Choice-Form erfolgen (Näheres dazu
regelt Anlage 4);
c) schriftliche Ausarbeitung von 10 bis 15 Seiten;
d) mündliches Fachgespräch von etwa 15 Minuten Dauer.
(3) Prüfungen werden in den Formen gemäß §§ 8 ff. AT BPO durchgeführt. Der
Prüfungsausschuss kann im Einzelfall auf Antrag einer Prüferin/eines Prüfers weitere
Prüfungsformen zulassen.
(4) Das erneute Angebot von Prüfungen kann in einer anderen als der ursprünglich durchgeführten Form erfolgen.
(5) Bearbeitungsfristen und Umfang von Studienleistungen und Prüfungen werden den
Studierenden zu Beginn des Moduls mitgeteilt.
(6) Prüfungen oder Teile von Prüfungen können in Multiple-Choice-Form durchgeführt
werden. Näheres wird in Anlage 4 festgelegt.
§ 4
Anrechnung von Studien- und Prüfungsleistungen
Die Anrechnung von Studien- und Prüfungsleistungen erfolgt gemäß § 22 AT BPO in der
jeweils gültigen Fassung.
§ 5
Zulassungsvoraussetzungen für Module
Es gibt keine Zulassungsvoraussetzungen für Module.
§ 6
Modul Bachelorarbeit (und Kolloquium)
(1) Das Modul Bachelorarbeit (15 CP) setzt sich zusammen aus der Bachelorarbeit im
Umfang von 12 CP und einem begleitenden Seminar im Umfang von 3 CP. Das Modul
Bachelorarbeit wird mit der Bachelorarbeit abgeschlossen. Die Gewichtung des Moduls bei
der Berechnung der Gesamtnote ist in § 7 festgelegt.
(2) Voraussetzung zur Anmeldung zur Bachelorarbeit ist der Nachweis von mindestens 95
CP im Mathematikbereich. Der Mathematikbereich ist in der Anlage 1b aufgeführt.
(3) Die Bearbeitungszeit der Bachelorarbeit beträgt 12 Wochen. Der Prüfungsausschuss
kann auf begründeten Antrag eine einmalige Verlängerung um maximal 4 Wochen
genehmigen.
(4) Die Bachelorarbeit wird als Einzel- oder als Gruppenarbeit mit bis zu drei Personen
erstellt. Bei einer Gruppenarbeit muss der Beitrag jedes einzelnen Gruppenmitglieds klar
erkennbar, abgrenzbar und bewertbar sein.
(5) Zur Bachelorarbeit findet kein Kolloquium statt.
(6) Das begleitende Seminar bleibt unbenotet, die Modulnote entspricht der Note der
Bachelorarbeit.
§ 7
Gesamtnote der Bachelorprüfung
(1) Die Gesamtnote wird als gewichtetes arithmetisches Mittel aus den Noten der Module
des Fachstudiums, d. h. Mathematik, technisches Anwendungsfach sowie Informatik,
gebildet, in denen benotete Prüfungen abgelegt wurden.
(2) Eine Ausnahme bilden die Module Funktionalanalysis, Modellierung, Numerik 2 und das
eingereichte Modul aus dem Wahlbereich: von den vier Noten zu diesen Modulen werden
nur die besten drei für die Gesamtnote berücksichtigt. Das hier nicht berücksichtigte Modul
wird bei der weiteren Berechnung wie ein unbenotetes Modul gehandhabt.
(3) Die Prüfungsleistungen des Ergänzungsfaches gehen nicht in Berechnung der
Gesamtnote ein.
(4) Unbenotete Leistungen fließen nicht in die Berechnung ein.
(5) Die Gewichte ergeben sich in der Regel aus den Leistungspunkten. Ausnahmen sind die
Module Analysis 1/2 und Lineare Algebra, die jeweils mit 18 CP gewichtet werden, sowie die
Bachelorarbeit, deren Notengewicht 21 CP beträgt.
§ 8
Geltungsbereich und Inkrafttreten
(1) Diese Prüfungsordnung tritt nach der Genehmigung durch den Rektor mit Wirkung vom
1. Oktober 2013 in Kraft. Sie wird im Amtsblatt der Freien Hansestadt Bremen veröffentlicht.
Sie gilt für Studierende, die ab dem Wintersemester 2013/14 erstmals im
Bachelorstudiengang ,,Technomathematik" (Vollfach) ihr Studium aufnehmen.
(2) Die Prüfungsordnung vom 14. Juli 2008 tritt zum 30. September 2017 außer Kraft.
Studierende, die bis zum 30.September 2017 ihr Studium nicht beendet haben, wechseln in
die Prüfungsordnung vom 21. August 2013. Über die Anerkennung von Prüfungsleistungen
entscheidet der Prüfungsausschuss nach individueller Sachlage.
Genehmigt, Bremen, den 18. Oktober 2013 Der Rektor
der Universität Bremen
Anlagen:
Anlage 1: Studienverlaufsplan
Anlage 1a) Studienverlaufsplan
Anlage 1b) Aufteilung des Studiums
Anlage 1c) Ergänzende Angabe für Module mit Kombinationsprüfung
Anlage 2: Modulliste für Wahlpflichtbereich
Anlage 3: Anforderungen in den technischen Anwendungsfächern
Anlage 4: Durchführung von Prüfungen in Multiple-Choice-Form
Anlage 1: Studienverlaufsplan Vollfach-Bachelorstudiengang Technomathematik
Anlage 1a) Der Studienverlaufsplan stellt eine Empfehlung für den Ablauf des Studiums dar.
Module können von den Studierenden in einer anderen Reihenfolge besucht werden.
1.
Jahr
(61
CP)
1.
Sem.
Analysis 1/2
21 CP / P / KP
Lineare
Algebra
21 CP / P / KP
Praktische
Informatik 1
8 CP / P / MP*
General
Studies
2 CP /
W / MP*
2.
Sem.
Computer
Praktikum
3 CP / P /
MP*
Praktische
Informatik 2
6CP / P / MP
2.
Jahr
(44 +
15
CP)
3.
Sem.
Analysis 3
9 CP / P / KP
Numerik 1
9 CP / P / KP
Technisches
Anwendungsfach
30CP / WP /
KP
Einzelheiten
siehe Anlage 3
General
Studies
3 CP /
W / MP*
4.
Sem.
Funktionalanalysis
9 CP / P / KP
Numerik 2
9CP / P / KP
Proseminar
Technomathe
matik
5 CP /P/MP
3.
Jahr
(45 +
15
CP)
5.
Sem.
Wahlbereich
9 CP / W / KP
Mathematische
Modellierung
9 CP / P / KP
General
Studies
3 CP /
W / MP*
6.
Sem.
Bachelorarbeit
15 CP / P / MP
Ergänzungsfach
1
9 CP / W /
MP*
P: Pflichtmodul, WP: Wahlpflichtmodul, W: Wahlmodul, MP: Modulprüfung, KP: Kombinationsprüfung,
MP*: Das Modul wird mit einer Studienleistung (d. h. unbenotet) abgeschlossen.
Anlage 1b) Aufteilung des Studiums1
Mathematik CP Technisches
Anwendungsfach
und Informatikanteile
CP
General Studies CP
Lineare Algebra 21
Techn. Anw-Fach:
Module und
Veranstaltungen
im Umfang von 30 CP
Einzelheiten
siehe Anlage 3
Prakt. Informatik 2
6 CP
Praktische Informatik 1 8
Analysis 1/2 21
Analysis 3 9 Weiteres nach Wahl 8
Funktionalanalysis 9
Numerik 1 9
Numerik 2 9
Mathematische
Modellierung
9
Wahlpflichtfach 9
Computerpraktikum 3
Proseminar
Technomathematik
5
Bachelorarbeit 15
1
Das Ergänzungsfach (9 CP) ist keinem Bereich fest zugeordnet: Es kann dem Erwerb zusätzlicher
berufsbezogener Qualifikationen dienen, dafür können ein oder mehrere Module aus anderen
Studiengängen belegt werden. Wahlweise kann auch ein weiteres Mathematikmodul belegt werden.
Falls das Ergänzungsfach benotet wird, geht diese Note nicht in die Gesamtnote ein. Wird für das
Ergänzungsfach ein Modul aus einem anderen Fach gewählt, dann ergeben sich Prüfungsform und
Studienleistungen aus der Prüfungsordnung dieses Faches.
Anlage 1c) Ergänzende Angabe für Module mit Kombinationsprüfung
Modulbezeichnung CP MP/TP/KP PL / SL
(Anzahl)
Lineare Algebra 21 KP PL 1, SL 1
Analysis 1/2 21 KP PL 1, SL 1
Analysis 3 9 KP PL 1, SL 1
Funktionalanalysis 9 KP PL 1, SL 1
Numerik 1 9 KP PL 1, SL 1
Numerik 2 9 KP PL 1, SL 1
Mathematische
Modellierung
9 KP PL 1, SL 1
Wahlbereich 9 KP PL 1, SL 1
MP: Modulprüfung, TP: Teilprüfung, KP: Kombinationsprüfung,
PL: Prüfungsleistung (benotet), SL: Studienleistung (unbenotet)
Anlage 2 Modulliste für den Wahlbereich
Modulbezeichnung CP MP/TP/KP PL / SL
(Anzahl)
Mathematische Methoden der
Bildverarbeitung
9 KP PL:1, SL: 1
Inverse Probleme 9 KP PL:1, SL: 1
Partielle Differentialgleichungen 9 KP PL:1, SL: 1
Optimierung 9 KP PL:1, SL: 1
Numerische Lineare Algebra 9 KP PL:1, SL: 1
Weitere Module zur Technomathematik
je nach Angebot
9 KP PL:1, SL: 1
MP: Modulprüfung, TP: Teilprüfung, KP: Kombinationsprüfung,
PL: Prüfungsleistung (benotet), SL: Studienleistung (unbenotet)
Anlage 3: Anforderungen in den technischen Anwendungsfächern
Studium des technischen Anwendungsfaches Elektrotechnik
Technomathematiker, die das Anwendungsfach Elektrotechnik wählen, müssen in einem
Umfang von 30 CP die folgenden Module/Veranstaltungen belegen:
· ,,Grundlagen der Elektrotechnik A" (Teil 1, Teil 2)
· ,,Grundlagen der Elektrotechnik B" (Teil 1: Elektromagnetische Energiewandlung,
Teil 2: Elektrische Messtechnik)
· ,,Grundlagenlaboratorium I und II"
Weitere Module können nur nach individueller Absprache mit dem Studiengang
Elektrotechnik absolviert werden.
Studium des technischen Anwendungsfaches Geowissenschaften
Technomathematiker, die das Anwendungsfach Geowissenschaften belegen, wählen im
Umfang von 30 CP im Rahmen der jeweils verfügbaren Kapazitäten des Fachbereichs 5 aus
den Modulen aus. Es wird dringend empfohlen, sich vor der Wahl von Veranstaltungen im
Studien- und Praxisbüro des Fachbereichs 5 beraten zu lassen.
Verpflichtend sind die folgenden Module:
· ,,Bausteine der Erde" mit den Teilen ,,Exogene und endogene Dynamik der Erde" und
,,Geologische Kartenkunde" im Umfang von 6 CP und
· ,,Geophysik" im Umfang von 6 CP
Die Kurse aus dem Modul ,,Bausteine der Erde" und das Modul ,,Geophysik" sollten zu Beginn des Studiums des Anwendungsfachs Geowissenschaften belegt werden.
Des Weiteren kann in einem Gesamtumfang von 18 CP aus den folgenden Modulen gewählt
werden:
· Aus dem Modulstrang ,,Schwerpunkt S 2 Geophysik", jeweils im Umfang von 6 CP:
,,Allgemeine Geophysik" oder ,,Geodynamische Modellierung" oder ,,Geomathematik"
oder
· aus dem Modulstrang ,,Schwerpunkt S 3 Angewandte Geophysik", jeweils im Umfang
von 6 CP: ,,Marine Geophysik", ,,Explorationsgeophysik I oder ,,Explorationsgeophysik
II".
Weitere Module können nur nach individueller Absprache mit dem Fachbereich 5 absolviert
werden.
Studium des technischen Anwendungsfaches Physik
Technomathematiker, die das Anwendungsfach Physik wählen, nehmen obligatorisch an
folgenden Veranstaltungen des Bachelorstudiengangs Physik im Umfang von 30 CP teil:
· ,,Experimentalphysik 1 (Mechanik) für Mathematiker und Technomathematiker": 9 CP
· ,,Experimentalphysik 2 (Elektrodynamik, Optik) für Technomathematiker": 11 CP
· ,,Experimentalphysik 3 (Atom- und Quantenphysik) für Technomathematiker": 10 CP
Dabei handelt es sich um Module, die speziell für das Anwendungsfachstudium aus PhysikVeranstaltungen (Vorlesungen, theoretische Übungen und experimentelle Grundpraktika)
zusammengestellt werden.
Studium des technischen Anwendungsfaches Produktionstechnik
Technomathematiker, die das Anwendungsfach Produktionstechnik wählen, können an
Veranstaltungen des B. Sc. Produktionstechnik im Umfang von 30 CP teilnehmen.
Aufbauend auf dem obligatorischen Modul
· ,,Technische Mechanik TM1" (14 CP)
kann im zweiten Jahr eine Auswahl unter den Modulen im Gesamtumfang von 16 CP
(10 CP) im zweiten und 6 CP im dritten Studienjahr):
· ,,Technische Mechanik TM 2" und Basismodul 1 in der Vertiefungsrichtung ,,Mechanical Engineering" (Vorlesungen ,,Höhere Festigkeitslehre" und ,,Einführung in die
Strömungslehre"),
· ,,Thermodynamik" und Basismodul 1 in der Vertiefungsrichtung ,,Verfahrenstechnik"
(Vorlesung ,,Stoffübertragung"),
· ,,Werkstofftechnik" und Basismodul 1 in der Vertiefungsrichtung ,,Materialwissenschaften" (Vorlesungen ,,Werkstofftechnik 3" und ,,Werkstofftechnik Keramik"),
getroffen werden.
Anlage 4: Durchführung von Prüfungen im Antwort-Wahl-Verfahren und zur Durchführung
von Prüfungen als ,,E-Klausur"
§ 1
Durchführung von Prüfungen im Antwort-Wahl-Verfahren
(1) Eine Prüfung im Antwort-Wahl-Verfahren liegt vor, wenn die für das Bestehen der
Prüfung mindestens erforderliche Leistung der Prüfungskandidatinnen und
Prüfungskandidaten ausschließlich durch Markieren oder Zuordnen der richtigen oder der
falschen Antworten erreicht werden kann. Prüfungen bzw. Prüfungsfragen im Antwort-WahlVerfahren sind nur zulässig, wenn sie dazu geeignet sind, den Nachweis zu erbringen, dass
die Prüfungskandidatin oder der Prüfungskandidat die Inhalte und Methoden des Moduls in
den wesentlichen Zusammenhängen beherrscht und die erworbenen Kenntnisse und
Fähigkeiten anwenden kann. Eine Prüfung im Antwort-Wahl-Verfahren ist von einer Prüferin
bzw. einem Prüfer gemäß § 27 AT BPO vorzubereiten. Die Prüferin bzw. der Prüfer wählt
den Prüfungsstoff aus, formuliert die Fragen und legt die Antwortmöglichkeiten fest. Ferner
erstellt sie bzw. er das Bewertungsschema gemäß Absatz 4 und wendet es im Anschluss an
die Prüfung an. Der Abzug von Punkten innerhalb einer Prüfungsaufgabe im MehrfachAntwort-Wahlverfahren ist zulässig.
(2) Die Prüfungsfragen müssen zweifelsfrei verstehbar, eindeutig beantwortbar und dazu
geeignet sein, die gemäß Absatz 1 Satz 2 zu überprüfenden Kenntnisse der Kandidatinnen
und Kandidaten festzustellen. Die Prüferin bzw. der Prüfer kann auch einen Pool von
gleichwertigen Prüfungsfragen erstellen. In der Prüfung erhalten Studierende aus diesem
Pool jeweils unterschiedliche Prüfungsfragen zur Beantwortung. Die Zuordnung geschieht
durch Zufallsauswahl. Die Gleichwertigkeit der Prüfungsfragen muss sichergestellt sein. Die
Voraussetzungen für das Bestehen der Prüfung sind vorab festzulegen. Ferner sind für jede
Prüfung
- die ausgewählten Fragen,
- die Musterlösung und
- das Bewertungsschema gemäß Absatz 4
festzulegen.
(3) Die Prüfung ist bestanden, wenn die Kandidatin oder der Kandidat mindestens 50
Prozent der insgesamt erreichbaren Punkte erzielt hat. Liegt der Gesamtdurchschnitt der in
einer Prüfung erreichten Punkte unter 50 Prozent der insgesamt erreichbaren Punkte, so ist
die Klausur auch bestanden, wenn die Zahl der von der Kandidatin oder dem Kandidaten
erreichten Punkte die durchschnittliche Prüfungsleistung aller Prüfungsteilnehmer um nicht
mehr als 15 Prozent unterschreitet. Ein Bewertungsschema, das ausschließlich eine
absolute Bestehensgrenze festlegt, ist unzulässig.
(4) Die Leistungen sind wie folgt zu bewerten: Wurde die für das Bestehen der Prüfung
gemäß Absatz 3 erforderliche Mindestzahl der erreichbaren Punkte erzielt, so lautet die Note
,,sehr gut", wenn mindestens 75 Prozent,
,,gut", wenn mindestens 50 aber weniger als 75 Prozent,
,,befriedigend", wenn mindestens 25 aber weniger als 50 Prozent,
,,ausreichend", wenn keine oder weniger als 25 Prozent
der darüber hinaus erreichbaren Punkte erzielt wurden.
(5) Erweist sich bei der Bewertung von Prüfungsleistungen, die nach dem Antwort-WahlVerfahren abgelegt worden sind, eine auffällige Fehlerhäufung bei der Beantwortung
einzelner Prüfungsaufgaben, so überprüft die Prüferin oder der Prüfer die Prüfungsaufgabe
mit auffälliger Fehlerhäufigkeit unverzüglich und vor der Bekanntgabe von
Prüfungsergebnissen darauf, ob sie gemessen an den Anforderungen gemäß Absatz 2 Satz
1 fehlerhaft sind. Ergibt die Überprüfung, dass einzelne Prüfungsaufgaben fehlerhaft sind,
sind diese Prüfungsaufgaben nachzubewerten oder bei der Feststellung des
Prüfungsergebnisses nicht zu berücksichtigen. Die Zahl der für die Ermittlung des
Prüfungsergebnisses zu berücksichtigenden Prüfungsaufgaben mindert sich entsprechend.
Die Verminderung der Zahl der Prüfungsaufgaben darf sich nicht zum Nachteil der
Studierenden auswirken. Übersteigt die Zahl der auf die zu eliminierenden
Prüfungsaufgaben entfallenden Punkte 20 Prozent der insgesamt erreichbaren Punkte, so ist
die Prüfung insgesamt zu wiederholen; dies gilt auch für eine Prüfungsleistung, in deren
Rahmen nur ein Teil im Antwort-Wahl-Verfahren zu erbringen ist.
(6) Besteht nur ein Teil einer Klausur aus Prüfungsaufgaben im Antwort-Wahl-Verfahren, so
gilt diese Anlage mit Ausnahme von Absatz 5 Satz 5 2. Halbsatz nur für den im AntwortWahl-Verfahren erstellten Klausurteil.

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