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Fulltext:
Mathematik (Bachelor)
2
Mit dem Wintersemester 2008/09 wird auch der Studiengang Mathematik an der Universität
Bremen vom Diplom- auf das neue Bachelor-Master-System umgestellt. Erstsemester beginnen
deshalb ab Oktober 2008 ihr Mathematikstudium im neuen Bachelorstudiengang, der im
Folgenden vorgestellt wird. Wie in den Ingenieur- und Naturwissenschaften gilt auch f√ľr die
Mathematik, daß das DiplomNiveau eines Unersitätsabschlusses, welches in Wissenschaft und
Wirtschaft erwartet wird, erst mit dem Masterabschluß sichergestellt ist. Daher wird es ab dem
Wintersemester 2011/2012 auch den Masterstudiengang geben, der auf dem
Bachelorstudiengang aufbaut.
Beschreibung des Faches
In der Mathematik werden von altersher Zusammenhänge in Geometrie und Arithmetik entdeckt,
sowohl aus systematischem und ästhetischem Interesse als auch zur Anwendung in den
Wissenschaften, von der Astronomie bis zu philosophischen Systemen. In unserer Zeit
durchdringen mathematische Methoden und Resultate fast alle Lebensbereiche: Sicherheit im
Internet, Evaluierung von medizinischen Daten, KlimaModelle, PortfolioManagement,
PrototypenDesign in der Flugzeugindustrie, SatellitenNavigation ‚Äď um nur einige Beispiele zu
nennen.
Der Bachelorstudiengang Mathematik bietet eine Grundausbildung in der vollen Breite der
klassischen und modernen Mathematik. Dabei sollen fundierte mathematische Fachkenntnisse
erworben werden, die eine hinreichende Grundlage f√ľr unterschiedliche Spezialisierungen und
wechselnde Anforderungen in einem weiterf√ľhrenden Studium und im sp√§teren Berufsleben
bilden. Dazu gehören Grundkenntnisse in der Programmierung, im Umgang mit mathematischer
Software und in der Durchf√ľhrung computergest√ľtzter Simulationen.
Parallel zum Fachstudium der Mathematik erwerben die Studierenden Grundkenntnisse in einer
wissenschaftlichen Disziplin, in der mathematische Konzepte und Methoden benutzt werden;
dabei soll auch die F√§higkeit zur Kommunikation und Kooperation √ľber die Fachgrenzen hinaus
entwickelt werden.
Der Bachelorstudiengang dient in erster Linie zur Vorbereitung auf ein mathematisches oder
interdisziplinäres Masterstudium. Ob sich in Wirtschaft und Industrie, etwa bei Versicherungen
oder in der SoftwareEntwicklung, Berufsm√∂glichkeiten auch f√ľr Bachelor Absolventen ergeben
werden, muß die Zukunft zeigen.
Studienvoraussetzungen
F√ľr das Studium der Mathematik sollte man Freude am Knobeln und Begeisterung bei der
Entdeckung unerwarteter Zusammenhänge mitbringen. Unerläßlich ist die Fähigkeit zum
abstrakten Denken.
Der Umgang mit dem Computer wird in Studium und Beruf selbstverst√§ndlich sein ‚Äď davor sollte
man keine Scheu haben, etwas Erfahrung auf diesem Gebiet wäre gut. Notwendig sind auch
gewisse Englischkenntnisse, wie sie f√ľr das Studium der Fachliteratur ben√∂tigt werden. Die
erforderliche Sprachkompetenz sollte spätestens zu Beginn des 3. Fachsemesters vorhanden
sein.
Formale Studienvoraussetzung ist das Abitur oder eine als gleichwertig anerkannte
HochschulzugangsBerechtigung. Es gibt keine ZulassungsBeschränkungen.
Mathematik (Bachelor)
3
Tätigkeitsfelder
Mathematiker arbeiten in unterschiedlichen Bereichen, insbesondere bei Banken,
Versicherungen, in der Datenverschl√ľsselung, in der statistischen Analyse, in
Unternehmensberatungen und in Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Industrie.
Mathematiker werden √ľberall dort gebraucht, wo analytisches Denkverm√∂gen auf h√∂chstem
Niveau unabhängig von spezifischem technischen Wissen vonnöten ist. Von Seiten der
einstellenden Firmen heißt es immer wieder, daß Mathematiker sich dadurch auszeichnen, daß
sie allgemeine Strukturen, die einem Problem zugrunde liegen, schnell erkennen und so zu
Lösungsansätzen kommen. Daher sind Mathematiker vielfältig einsetzbar und auf sich schnell
wandelnde Anforderungen bestens vorbereitet. Die Berufsaussichten sind dementsprechend seit
Jahren sehr gut.
Wie sich der Arbeitsmarkt f√ľr BachelorAbsolventen entwickeln wird, l√§√üt sich zur Zeit allerdings
nicht abschätzen.
Möglichkeiten zur anschließenden Weiterqualifikation
In der Regel wird sich dem Bachelorstudium Mathematik das Masterstudium Mathematik
anschließen. Aber auch der Übergang in das Masterstudium Technomathematik oder die
Aufnahme eines interdisziplinären Masterstudiums, in dem mathematische Methoden eine Rolle
spielen, ist nach dem Bachelorstudium Mathematik möglich. Das Masterstudium Mathematik ist
dann wegen seiner Forschungsorientierung auch eine Vorbereitung auf eine wissenschaftliche
Laufbahn: bei einer guten oder sehr guten Abschlußnote kann sich ein Doktorandenstudium in
Mathematik anschließen.
Studienstruktur und Studieninhalte
Beim Erwerb der fundierten mathematischen Fachkenntnisse soll auch die grundlegende
Befähigung zu einer wissenschaftlichen Arbeitsweise erworben werden. Dazu gehören:
- die Fähigkeit zum konzeptionellen, analytischen und logischen Denken sowie
Abstraktionsvermögen und Erkennen von Grundmustern und Analogien.
- Kompetenz zur mathematischen Modellierung komplexer Sachverhalte und zur Lösung
von Problemen durch Anwendung mathematischer Methoden und Werkzeuge.
- Kommunikationsfähigkeit, sowohl innerhalb der Mathematik als auch mit Angehörigen
anderer Studiengänge.
- Souveräner Umgang mit modernen Kommunikationswerkzeugen.
Das Bachelorstudium umfaßt 6 Semester (d.h. 3 Jahre) und wird durch die Einteilung in Module
strukturiert. F√ľr jedes erfolgreich absolvierte Modul werden CreditPoints (CP) erworben, welche
die jeweilige Stundenbelastung der Studierenden messen sollen. Sie legen die Gewichte der
Modulnoten f√ľr die Berechnung der Abschlu√ünote des Bachelorstudiums fest. Insgesamt m√ľssen
180 CP erworben werden.
In den ersten beiden Studienjahren erfolgt die Ausbildung in den mathematischen
Grunddisziplinen Analysis, Lineare Algebra und Algebra sowie Stochastik und Numerik. Dazu
werden 4 zweisemestrige Module mit je 18 CP gebildet, f√ľr Algebra gibt es ein einsemestriges
Modul mit 9 CP. Parallel dazu werden Module in einem Anwendungsfach sowie Veranstaltungen
im General Studies Bereich absolviert.
Im dritten Studienjahr belegen die Studierenden mehrere Wahlpflichtveranstaltungen aus dem
Angebot der Mathematik, die bereits im Hinblick auf eine Spezialisierung in einem
anschließenden Masterstudium Mathematik gewählt werden können. In einem Modul
Ergänzungsfach (9 CP) können zusätzliche fachliche oder alternativ außerfachliche und
berufsbezogene Qualifikationen erworben werden.
Im letzten Semester wird das Studium mit einer Bachelorarbeit, die von einem
fachmathematischen Seminar begleitet wird, abgeschlossen.
Die Mathematikveranstaltungen werden ggfs. gemeinsam mit Studierenden der
Bachelorstudiengänge Technomathematik und Mathematik-Zweifach besucht. Im
Mathematik (Bachelor)
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Anwendungsfach werden Module zusammen mit Hauptfachstudierenden des jeweiligen Faches
besucht.
Studienschwerpunkte/Vertiefungen
Im Masterstudium Mathematik wird es 4 Vertiefungsrichtungen geben: Analysis, Algebra,
Stochastik und Statistik, Numerik. Hierf√ľr k√∂nnen im letzten Jahr des Bachelorstudiums bereits
entsprechende Module im Wahlpflichtbereich besucht werden.
Anwendungsfächer
Entsprechend der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Mathematikern im Berufsleben gibt es
eine breite Palette von Anwendungsfächern:
- Physik, Chemie, Biologie, Geowissenschaften, Informatik, Elektrotechnik,
Produktionstechnik, Wirtschaftswissenschaft.
Auf Antrag kann auch ein anderes Anwendungsfach wie Philosophie oder Psychologie gewählt
werden. Dabei werden in den ersten 4 Semestern in der Regel 4 Module aus dem Angebot des
gewählten Faches belegt. Der Gesamtumfang soll 24 CP sein.
Die jeweiligen Einzelheiten hierzu sind als Anlage zur Pr√ľfungsordnung fixiert.
General-Studies-Bereich
General Studies sind berufsfeldbezogene Studienanteile und ergänzen das fachliche Studium
durch Vermittlung von Studientechniken und Schl√ľsselqualifiktionen. Insgesamt sind hierf√ľr 27
CP vorgesehen. 2 CP werden dabei im Modul Proseminar durch die Auseinandersetzung mit
verschiedenen Präsentationstechniken erworben, weitere 8 CP erhält man durch den Besuch des
Moduls Praktische Informatik aus dem Bachelorstudium Informatik. Die weiteren Veranstaltungen
in diesem Bereich dienen dem Erwerb von Schl√ľsselkompetenzen wie Lernstrategien,
Projektmanagement und Lehrqualifikationen, der Berufsorientierung, dem Erwerb und Training
von Fremdsprachen, dem Studium von Wissenschafts- und speziell MathematikGeschichte. F√ľr
Module dieser Art wird ein allgemeiner universitärer Pool aufgebaut, woraus die Studierenden
nach eigener Entscheidung Veranstaltungen auswählen.
Einen General-Studies-Bereich mit 27 von 180 CP gibt es in kaum einem Bachelorstudiengang
einer anderen deutschen Universität. Um die Vergleichbarkeit des Bremer Bachelorabschlusses
zu gewährleisten, bleiben die Module des General Studies Bereiches unbenotet, so daß der
MathematikAnteil an der Gesamtnote wie bundesweit √ľblich bei 85% liegt (die restlichen 15%
werden durch das Anwendungsfach geliefert).
Praktikum
Ein Computerpraktikum (3 CP) zur Einf√ľhrung in die Rechnernutzung, in die Programmierung
und in die Benutzung mathematischer Software ist Pflicht. In den naturwissenschaftlichen und
technischen Anwendungsfächern können Laborpraktika verlangt werden.
Formen der Lehre
Typisch sind Vorlesungen mit begleitenden √úbungen, andere Formen der Lehre finden sich beim
Proseminar, beim Computerpraktikum und bei der Bachelorarbeit.
Zu den Modulen werden veranstaltungsbegleitend, d.h. im engen zeitlichen Anschlu√ü, Pr√ľfungen
durchgef√ľhrt. Dabei werden zur Reduktion des Pr√ľfungsaufwands gro√üe Module von 18 CP
gebildet, so da√ü sich die Pr√ľfungen dann auf den Stoff von 2 Semestern beziehen.
Mathematik (Bachelor)
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In der Mathematik sind die Pr√ľfungen meist m√ľndlich, gelegentlich finden sie aber auch als
Klausuren statt. Es werden auch Pr√ľfungsvorleistungen verlangt, das sind in der Regel die
hinreichend erfolgreiche und regelmäßige Bearbeitung von Übungsaufgaben.
F√ľr die Einzelheiten des Pr√ľfungswesens ziehe man die Pr√ľfungsordnung zu Rate.
Mathematik (Bachelor)
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Zulassungsbeschränkung
Keine.
Bewerbungsfrist
Wintersemester: 15. Juli
Sommersemester: 15. Januar (nur f√ľr Fortgeschrittene)
Antragsunterlagen f√ľr die Einschreibung/Bewerbung
Die Antragsunterlagen finden Sie in der Brosch√ľre ‚ÄěStudieren an der Universit√§t Bremen‚Äú. Sie ist
ab Ende April im Verwaltungsgebäude der Universität Bremen, an Bremer Schulen und bei der
Berufsberatung der Agentur f√ľr Arbeit Bremen erh√§ltlich.
Im Internet unter www.sfs.uni-bremen.de/bewerbung können Sie sich die Antragsunterlagen
herunterladen. Sie k√∂nnen die Brosch√ľre auch schriftlich anfordern. Schicken Sie einen Aufkleber
mit Ihrer Adresse und ‚ā¨ 1,44 in Briefmarken an folgende Adresse:
Universit√§t Bremen, Sekretariat f√ľr Studierende, Postfach 330440, 28334 Bremen.
Studienbeginn
Nur zum Wintersemester. Im Sommersemester werden nur fortgeschrittene Studierende
zugelassen
Vor dem Studium zu erbringende Leistungen
Keine
Studiendauer
Regelstudienzeit 6 Semester (plus 4 Semester f√ľr den Master).
F√∂rderungsh√∂chstdauer nach Baf√ĖG
6 Semester (plus 4 Semester f√ľr den Master)
Abschlussgrad
Bachelor auf Science (kurz B.Sc.). Hierauf bau ggf. ein zweisemestriges Master-Studium auf.
Unterrichtssprache
Die Veranstaltungen werden in der Regel auf Deutsch gehalten, dazu wird auch englische
Fachliteratur benutzt. Englisch als Unterrichtssprache ist möglich in Wahlpflichtveranstaltungen.
Auslandssemester
Ein Auslandsaufenthalt bietet sich nach dem vierten und vor dem Abschlusssemester an, u.U.
kann auch die Abschussarbeit in Kooperation mit einer ausländischen Universität angefertigt
werden, wenn die Betreuung durch einen Bremer Hochschullehrer sichergestellt ist. Der
Fachbereich Mathematik verf√ľgt √ľber eine Reihe von Erasmus/Sokraties-Partnerschaften, √ľber
die Auslandssemester organisiert werden k√∂nnen, dar√ľber hinaus haben die Hochschullehrer
zahlreiche Auslandskontakte, die als Ausgangspunkt dienen können.
Mathematik (Bachelor)
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Lehrende (Anzahl)
Derzeit 5 Professorinnen und 18 Professoren, dazu zahlreiche akademische Mitarbeiter.
Studierende (Anzahl)
Derzeit ca. 1100 in allen Studiengangen der Mathematik und Technomathematik.
Dieses Fach ist wählbar als (Vollfach/Hauptfach/Nebenfach)
Vollfach
Kontakt
Internetadresse des Studiengangs
http: //www.math.uni-bremen.de
Studienfachberatung
Prof. Dr. J. Gamst
Gebäude MZH, Raum 7110
Tel.: (0421) 218-63731
E-mail: gamst@math.uni-bremen.de
Sprechzeiten: Di. 10:00 ‚Äď 12:00
Allgemeine Studienberatung
Zentrale Studienberatung, Universität Bremen
Bibliothekstraße, Verwaltungsgebäude, Räume 0020-0070.
Tel.: (0421) 218-61160, Fax: (0421) 218-4769
E-Mail: studber@uni-bremen.de
Internet: www.zsb.uni-bremen.de
Beratungszeiten (ohne Anmeldung):
Montag, Dienstag, Donnerstag 09:00 ‚Äď 12:00 Uhr, Mittwoch 14:00 ‚Äď 18:00 Uhr,
Donnerstag 16:00 ‚Äď 18:00 Uhr f√ľr Berufst√§tige nur nach telefonischer Voranmeldung.
Telefonische Anfragen bitte außerhalb der Beratungszeiten.
Studentische Interessenvertretung
Studiengangsausschuss (Fachschaft)
Gebäude MZH, Raum 6450
Tel.: (0421) 218-63536
E-Mail: stuga@math-uni-bremen.de
Internet: http://www,stuga.math.uni-bremen.de/
Allgemeiner StudentInnenausschuss (AstA)
Studentenhaus, 2. Etage, Tel.: (0421) 218-3314
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Sekretariat f√ľr Studierende (Immatrikulationsamt)
Besucheradresse: Bibliothekstraße, Verwaltungsgebäude, Erdgeschoss
Postadresse: Universität Bremen, SfS, Postfach 330 440, 28334 Bremen
Tel.: (0421) 218-61110, Fax. (0421) 218-61125
E-Mail: studsekr@uni-bremen.de
Internet: http//www.sfs.uni-bremen.de
Sprechzeiten: Mo, Di, Do 9:00 ‚Äď 12:00, Mi 14:00 ‚Äď 16:00 Uhr
Gesch√§ftsstelle des Pr√ľfungsausschusses
Gabriele Erradi
Gebäude MZH, Raum 7170
Tel.: (0421) 218-63516,
E-Mail: gerradi@math.uni-bremen.de
Inge Schabbehard
Gebäude MZH, Raum 7170
Teil.: (0421) 218-63517
E-Mail: inge@fb3.uni-bremen.de
Stand: März 2008
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